Groß angelegte Suche am 26.12.2014 endet erfolgreich
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Groß angelegte Suche am 26.12.2014 endet erfolgreich

81-Jähriger gestern gefunden – 260 Rettungskräfte im Einsatz

Aufgrund einer Vermisstenanzeige welche bei der Polizeiinspektion Lebach aufgegeben wurde entschieden die verantwortlichen am Mittag des 25.12.2014 hieraus eine groß angelegte Personensuche zu starten. Gesucht wurde ein 81 jähriger Mann aus Lebach. Zeitgleich mit der Alarmierung der Kolleginnen und Kollegen der DRK - Rettungshundestaffel aus dem DRK Kreisverband Homburg, sowie der Rettungshundestaffeln des Bundesverbandes Rettungshunde (BRH), des Technischen Hilfswerkes (THW) ,der Polizei sowie verschiedener Feuerwehrlöschbezirke aus den Gemeinden Lebach und Tholey, wurden gegen 17:00 Uhr am Nachmittag des 1. Weihnachtsfeiertages auch die ersten ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK Kreisverbandes Saarlouis alarmiert.

Als Treffpunkt für alle Hilfsorganisation wurde das Gelände der Autobahnmeisterei nahe Sotzweiler ausgemacht. An dieser Stelle geht unser herzlicher Dank an das Team der Autobahnmeisterei für die unproblematische Bereitstellung des Geländes nebst Unterkunft. Einsatzkräfte aus den einsatznahen Ortsvereinen Hüttersdorf und Lebach machten sich direkt auf den Weg zum Bereitstellungsraum. Alle weiteren Einsatzkräfte aus dem Landkreis (Helfer/innen der DRK Ortsvereine Elm, Dillingen/Saar, Diefflen, Differten, Beaumarais, Roden, Reisbach, Ittersdorf, Wadgassen, Gresaubach, und Hülzweiler) trafen sich an der Fahrzeughalle des Kreisverbandes in Hülzweiler und machten sich von dort aus gemeinsam mit mehreren Fahrzeugen auf den Weg zum Einsatzort. Weitere Einsatzkräfte waren in Einsatzbereitschaft und standen bereit falls noch Verstärkungen oder Ablösungen benötigt würden.

Aufgabe der Helferinnen und Helfer der Ortsvereine im DRK Kreisverband Saarlouis war es zum einen den Gesamteinsatz Sanitätsdienstlich abzusichern und zum anderen sollte eine Versorgungsstelle für Heiß- und Kaltgetränke eingerichtet werden. Mit der Zubereitung der Heißgetränke wurden die DRK Ortsvereine Aschbach und Saarwellingen beauftragt. Diese trafen sich hierzu an der DRK-Unterkunft im nahegelegen Aschbach. Zur Koordination dieser beiden Einsatzabschnitte wurde von Seiten des KV Saarlouis ein Einsatzleitwagen (ELW I) im Bereitstellungsraum installiert.

Nachdem ein spezieller Polizeihubschreiber mit Wärmebildkamera aus Rheinland-Pfalz das Gebiet überflogen hat als auch ein spezialisierter Personenspürhund (ein sog. Mantrailer) der Kollegen des THW eine erste Spur aufnahm wurde das Gelänge in mehrere Suchabschnitte unterteilt und mit Flächen-Suchhunden nebst deren Hundeführern der einzelnen Rettungshundestaffeln sowie von Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren abgesucht.
Leider erwiesen sich erste Hinweise zu diesem Zeitpunkt als Negativ. Nach einer weiteren Besprechung der Einsatzleitung mit den Führungskräften der einzelnen Hilfsorganisationen war man sich einig, dass eine weitere Suche an diesem Abend aus einsatztaktischer Sicht keinen Sinn mehr macht. Zeitgleich wurde jedoch abgesprochen die Suche am Morgen des 2. Weihnachtsfeiertages fortzusetzten. Zu diesem Zeitpunkt waren ca. 120 Helferinnen und Helfer am Einsatz beteiligt.

Für die Einsatzkräfte des DRK Kreisverbandes Saarlouis hieß es jetzt erst einmal Zusammenpacken mit dem Wissen am nächsten Morgen um 08:00 Uhr Heißgetränke für die erwarteten 150 Einsatzkräfte fertig zu haben. Die Nacht sollte also nicht viel Schlaf bringen.
Bereits um 06:00 Uhr am 2. Weihnachtsfeiertag sammelten sich die ersten Einsatzkräfte an den verschieden Ortsvereins-Unterkünften, um die vorher abgesprochenen Aufgaben zu erledigen und sich dann nochmals auf den Weg nach Sotzweiler zu machen.

Dort angekommen, fand nach Aufbau der Technik und weiteren Vorbereitungen um 08:30 Uhr eine erneute Einsatzbesprechung mit den Führungskräften der einzelnen Hilfsorganisation statt. Das weitere Vorgehen wurde abgesprochen. Die Such-Teams starteten in die abgesprochenen Suchgebiete und die Suche begann. Auch heute waren wieder weit über 100 Helferinnen und Helfer aller Hilfsorganisation (30 aus Ortsvereinen im DRK Kreisverband Saarlouis) in den Einsatz involviert. Zusätzlich zur Verpflegungsstelle auf dem Gelände der Autobahnmeisterei wurde durch den KV Saarlouis eine weitere Getränkeausgabestelle direkt am Suchgebiet eingerichtet. Hier konnten sich die erschöpften Such-Mannschaften stärken und neu sortieren bevor die Suche weiter ging.

Kurz vor Mittag begannen die Planungen des verbleibenden Tages, auch unter dem Aspekt die sich im Einsatz befindenden Helferinnen und Helfer am Nachmittag durch Kolleginnen und Kollegen ablösen zu lassen sowie mit der Vorbereitung einer Warm-Verpflegung für Helferinnen und Helfer die Ganztägig im Einsatz wären.

Dann gegen 12 Uhr hörte man Großes Aufatmen bei den Einsatzkräften, denn die Suchmannschaften konnten den Vermissten unterkühlt aber bei Bewusstsein auffinden. Er wurde direkt Ärztlich in einem Rettungswagen des DRK Ortsverein Dillingen/Saar versorgt und anschließend mit einem Rettungswagen der DRK-Rettungswache Lebach zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert

Wir wünschen dem Geretteten gute Besserung, eine schnelle Genesung und Ihm und seiner ganzen Familie alles Gute.

Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle natürlich den Einsatzkräften aller Hilfsorganisation, die wieder einmal unter Beweis gestellt haben welch hohen Stellenwert ein ehrenamtliches Engagement hat. Allein die beeindruckende Zahl der vielen vielen Helfer/innen, die trotz der Feiertage direkt bereit waren in der Not zu helfen sprechen Bände. Nur durch die gute und reibungslose Zusammenarbeit und ein kollegiales Miteinander konnte dieser Einsatz zu einem echten Erfolg werden.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Einsatzkräften für ihr Engagement und ihren Einsatz an den vergangenen beiden Tagen. Ihr habt einen Spitzen-Job gemacht



Text: DRK Kreisverband Saarlouis, Carsten Laurent/Matthias Strauß

Hier einige Bilder vom Einsatz:

(Fotos DRK Beaumarais und DRK Pressestelle)

26. Dezember 2014 00:00 Uhr. Alter: 3 Jahre